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Lerntherapie
Deutschland
Herzlich Willkommen

1. Eine Förderstunde pro Tag

Individuelle Förderung und Beobachtung mit der ganzen Klasse

Lehrerfortbildungen zu diesem Thema können in zwei Varianten angeboten werden:

  1. 1. Als eintägige Lehrerfortbildung (Dauer ca. 6 Std.).
  2. 2. In einem Theorieblock von zwei Stunden. Danach wird die Förderstunde in drei Klassen durchgeführt, währenddessen die Lehrer hospitieren können
    (Keine Unterrichts-Ausfallzeiten).

 

Die „Förderstunde pro Tag“ wurde entwickelt vom Memory-Institut für prozessorientierte Lerntherapie unter Leitung von Jens Mengeler und einem Kollegium der Werner-von-Siemens-Berufsschule in Köln für ein Berufsvorbereitungsjahr. Sie wird inzwischen seit mehreren Jahren in allen Schulformen durchgeführt und wurde zuletzt unter großer Aufmerksamkeit der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesinstitutes für berufliche Bildung in einer Studie in Berlin unter Begleitung der AEG-Signum evaluiert.

Die Rechtschreibleistung der Auszubildenden zwischen 18 und 24 Jahren ließ sich in 3 Monaten im Durchschnitt um 27 % steigern. Die Leistungen im sinnentnehmenden Lesen verbesserten sich ebenfalls signifikant. Insbesondere fiel aber auf, dass in der Zeit des Projektes ein interessanter, offener Austausch über das Lern- und Leistungsverhalten mit den Jugendlichen möglich war.

Das Projekt „Eine Förderstunde pro Tag“ wird in der Regel in Schulen mit der ganzen Klasse durchgeführt. Über ein halbes Jahr wird der Klasse durch den Lehrer jeden Tag eine Förderstunde angeboten.

Diese Stunden haben immer den gleichen Ablauf. Sie fördern auf der fachlichen Seite das Rechtschreibverhalten, das sinnentnehmende Lesen, die Automatisierung des Einmaleins, das Textaufgabenverständnis und den differenzierten Umgang mit Sprache. Für diesen Bereich gibt es Texte vom 1. bis zum 10. Schuljahr. Diese Texte werden momentan durch Mitarbeiter (Anleiter und Meister) des TSBW erweitert, die gemeinsam mit dem Institut Memory Texte für den beruflichen Bereich entwickeln. Dies gilt insbesondere auch für das Textaufgabentraining. Hier soll schon im Vorfeld berufliches Rechnen trainiert werden. Durch den inhaltlichen und vom Ablauf her klaren Rahmen wird Zeit und Energie freigesetzt – die Metaebene. Dies wird dadurch erleichtert, dass auch methodisch und didaktisch ein genauer Rahmen vorgegeben ist.

Vor Beginn einer Stunde beispielsweise bekommen die Schüler Nummern, sodass der Lehrer nicht weiß, wer welche Nummer hat. Die Fragen zu den einzelnen Übungen werden gestellt, es wird den Schülern Zeit zum Nachdenken eingeräumt und dann eine Nummer aufgerufen. Ist die Antwort fehlerhaft, wird der Fehler offen mit dem Schüler reflektiert.

Ein kleiner Schritt mit hoher Effizienz: Es kommt sehr schnell zu einem anderen Lernverhalten. Es sind die Schüler, die anregen, Ähnliches im normalen Unterricht umzusetzen, weil sie für sich spüren, dass Unterricht so interessanter wird und dass es nicht mehr wichtig ist, wer die Antwort gibt, sondern dass jeder Einzelne sich Gedanken gemacht hat.
In den Projekten wird immer sehr schnell auch von Lehrerseite berichtet, dass sie durch die klare Struktur der Stunde ein differenzierteres und klareres Bild des Lernverhaltens der Schüler haben. Besonders deutlich wird immer wieder, wie unselbstständig und lehrerorientiert das Lernverhalten der Schüler ist. Bei den Schülern zeigt sich neben den deutlich besseren fachlichen Leistungen ein eindeutig selbstbewussteres und selbstständigeres Lernverhalten.