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Lerntherapie
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4. Individuelle Förderung im Grundschulbereich

Die Forderung nach individueller Förderung der Schüler steht allenthalben im Raum.

Je weiter die Zeit in der Schule allerdings vorangeschritten ist, desto schwierigerer ist es aus meiner Sicht, dieser Forderung gerecht zu werden.

Nicht nur deswegen entwickelten wir zusammen mit Erzieherinnen, Grundschullehrerinnen und Diplom-Pädagogen ein Kindergarten- und Vorschulprogramm, das einerseits die individuelle Förderung der Grundfertigkeiten ermöglicht, andererseits aber auch ein hohes Maß an Selbstständigkeit des Lernverhaltens erreicht. In der Arbeit mit dem Programm wurde schnell klar, dass das sogenannte „Vorschulprogramm“ nicht nur für den Kindergartenbereich gut zu gebrauchen ist.

Dieses Programm stellt auch ein sehr gutes Instrument für das 1. Schuljahr dar. Daraufhin starteten wir einen Testlauf in einer 1. Klasse einer bayerischen Grundschule. Neben vielen anderen Feststellungen wurde insbesondere auch hier wieder beobachtet, dass das Lernverhalten der Schüler sich relativ schnell verselbstständigte und sie ganz anders an Aufgabenstellung herangingen, als in den Jahren zuvor. Daneben verbesserten sich aber auch die Grundfertigkeiten wie Vergleichen, Raumorientierung, strukturiert planvolles Arbeiten, Kategorisieren und einige andere mehr.

Da dieses Programm einen sehr geregelten Ablauf hat, lässt es eben auch viel Spielraum zu, um innerhalb der Arbeit mit dem Programm die einzelnen Schüler zu beobachten und ggf. festzustellen, welche Schüler noch nicht über die Grundfertigkeiten verfügen. Häufige Ursache für angebliche „Legasthenie“ bzw. „Dyskalkulie“ ist, dass die Kinder mit diesen fachlichen Prozessen zu einem Zeitpunkt konfrontiert wurden, an dem sie die Grundfertigkeiten hierfür noch gar nicht besaßen. Das heißt, wenn sehr früh erkannt wird, dass Kinder diese Grundfertigkeiten nicht besitzen, dann können bei einem geeigneten Reagieren darauf auch Legasthenie- oder Dyskalkuliefälle verhindert werden.