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Lerntherapie
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5. Schule hilft

Das Konzept „Schule hilft“ wirkt in zwei Richtungen: Es soll insbesondere das Image der Haupt- und Realschulen nach außen hin verbessern und nach innen dafür sorgen, dass alle Kriterien, die dazu beitragen, dass Schüler der Haupt- und Realschulen einen Ausbildungsplatz bekommen, bewusst erlebbar gemacht und über die Handlungen innerhalb dieses Projektes auch gefördert werden.

„Schule hilft“ übernimmt die Grundidee der Junior-Firma und verbindet sie mit dem durch Memory und TSBW Husum erstellten Beobachtungsverfahren zu einem wirksamen Instrument, Ausbildungsreifekriterien erlebbar zu machen.

Innerhalb der Gründungsphase können diese Jahrgänge sich Gedanken darüber machen, auf welche Art und Weise sie die vorgegebene Geschäftsidee, Hilfe durch Schüler nach außen anzubieten, umsetzen wollen.

So können z. B. Fragen geklärt werden, bei denen es darum geht festzustellen, ob diese Junior-Firma gewinnorientiert oder sozialverträglich arbeitet, ob diese Firma sich nur bestimmten Geschäftsfeldern zuwendet oder das ganze Thema breiter streut. Hier soll aber auch geklärt werden, wie die Firma strukturiert wird, welche Funktionen es innerhalb der Firma gibt und wer diese Funktionen übernimmt.

Auch in dieser Gründungsphase spielen die Ausbildungsreifekriterien eine Rolle. Es muss überlegt werden, welche Funktion mit welchen Fähigkeiten verbunden sein muss. Letztendlich müssen die Schüler, die die Personalabteilung stellen, darüber entscheiden, ob andere Schüler diese Ausbildungsreifekriterien bzw. die Kriterien für die einzelnen Funktionen besitzen.

Nach der Gründungsphase sollen sie dann in verschiedenen Funktionen ihre Arbeit aufnehmen. Das heißt, die Schüler, die sich mit dem Thema Marketing beschäftigen, sollen die Werbung für dieses Projekt nach außen hin organisieren. Kommen dann Aufträge hinein, müssen diese durch die Verwaltung erf und über die Personalabteilung Stellen ausgeschrieben werden, die dann von den Schülern der Schule besetzt werden. In dieser Phase überlegt die Personalabteilung, welche Fähigkeiten für welchen Auftrag persönliche Voraussetzungen sind und welche anderen Fähigkeiten noch hinzukommen müssen.

Die Schüler des 7. und 8. Jahrganges müssen sich auf diese Stellen hin bewerben. Das heißt, sie haben die Aufgabe, sich ihrer Fähigkeiten bewusst zu werden und diese der Personalabteilung in Form von Gesprächen, Bewerbungsverfahren oder anderen Möglichkeiten zu vermitteln.

Nachdem der Auftrag durchgeführt wurde, müssen Bewertungen seitens der Personalabteilung eingeholt werden. Diese notwendigen Informationen müssen beim Kunden erfragt werden. Nachfolgende Jahrgänge können zum Teil die Strukturen der vorgegebenen Firmen übernehmen und im Rahmen der Optimierung und Qualitätssicherung aktiv werden. Entscheidend für das ganze Projekt ist aber insbesondere die praktische Anwendung der Ausbildungsreifekriterien, einerseits durch die Beobachtung – andererseits dadurch, dass Aufträge daraufhin abgeglichen werden müssen, welche dieser Fähigkeiten denn gebraucht werden.

In der Fortbildung wird erarbeitet, wie Lehrer dieses Projekt initiieren und begleiten können.